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deutsch- Portfolio Christine Zufferey (Auswahl, Januar 2012)
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english- portfolio Christine Zufferey (selection, january 2012)
Dokumentation PDF 150 dpi 150 dpi (10 MB) Dokumentation PDF 72 dpi 72 dpi (4.3 MB) cv Christine Zufferey cv Christine Zufferey

deutsch- Spezial: Kunst im öffentlichen Raum, Kunst und Bau (Auswahl, Januar 2012)
Dokumentation PDF 150 dpi 150 dpi (6.7 MB) Dokumentation PDF 72 dpi 72 dpi (3.8 MB)

"TEARING DOWN, BUILDING UP", 10. November - 26. November 2011, Corner College, Zürich
Eröffnung am 10. November um 19h, Corner College, Kochstrasse 1, Zürich
Eine Ausstellung mit Vanessa Billy, les frères Chapuisat, ortsofort & Christine Zufferey | Kuratiert von OPEN FIELD (ein Zusammenschluss von Isabel Münster & Aoife Rosenmeyer)

"Fiktion / Fiction ", Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel --- Verlängerung bis Juni 2012
Eröffnung am Montag 14. Juni 2010, 15 - 17h, Begrüssung Markus Müller, Mitglied Kunstkreditkommission 2009
temporäre Installation an der Heuwaage Basel von Juni 2010 - Juni 2012, ein Projekt des Kunstkredit Basel-Stadt

"Verästelung der Klarheit", Projekteingabe Wettbewerb Kunst und Bau für das neue Bezirksgebäude Dietikon
Apéro am Dienstag 23. Juni 2009, 17 - 18:30h, Einführung zu den Projekten um 17:30h, Bezirksgebäude Dietikon, Eingangshalle, Neumattstrasse 11-15, 8953 Dietikon
Ausstellung vom 4. Juni - 3. Juli 2009 im Stadthaus Dietikon, Bremgartnerstr. 22, 8953 Dietikon

Raum der Stille, Spital Männedorf
Eröffnung am Freitag 26. Juni 2009 um 17:30h, Personalrestaurant Spital Männedorf, Asylstrasse 10, 8708 Männedorf


"Die Gestalt der Welt hängt ab von der Art und Weise wie sie gesehen wird", Wettbewerb für neue Kirchenfenster, St.Jakobskirche, Sissach BL
Ausstellung Wettbewerbseingaben: 15.3. - 30.3.2008, Reformierte Kirche Sissach


Swiss Art Awards, Messehallen Basel, Ausstellung während der Art | 38 | Basel vom 12. - 17. Juni 2007
Eröffnung am Montag 11. Juni 2007, 18h


Helmhaus Zürich; Bessie Nager, Christine Zufferey, Chantal Hoefs/Christine Schütz
Ausstellung vom 29. September - 19. November 2006


Kunstkredit Basel-Stadt 2006 , 1. - 12.11.2006, Eröffnung Dienstag 31. Oktober 2006, 18h, Kunsthaus Baselland

5parks, 3-Spitzareal , Basel, Kunst im öffentlichen Raum, seit 2006

"sunset", plug.in, Basel, Ausstellung im Rahmen der regionale6 vom 27. November 2005 - 1. Januar 2006

"drifting clouds", Kunst und Bau Projekt für das Pflegezentrum Entlisberg, Zürich-Wollishofen, realisiert 2005/2006, Kunst und Bau, Stadt Zürich

"Brigadas al Muro" Ausstellung La Santa, Barcelona, 24. Februar - 13. April 2005

"Fluss, Strom " Kunst und Bau Projekt für das Wasser- und Elektrizitätswerk Buchs SG, realisiert 2004

"view over 6 continents, Christine Zufferey and guests: Beat Brogle, Max Philipp Schmid, Knut&Silvy" Ausstellung im Kunsthaus Baselland vom 12.10. - 16.11.2003

"Tapir (-irgendwie fremd)" Kunst und Bau Projekt in Zürich-Affoltern, realisiert: September 2002, Kunst und Bau, Stadt Zürich

 

"TEARING DOWN, BUILDING UP"


«revolving door», Christine Zufferey 2011

 

«random access memory (zurückführen auf das Unbekannte», Christine Zufferey 2011

«random access memory (zurückführen auf das Unbekannte)», Christine Zufferey 2011
(aus der gleichnamigen Fotoserie, 2010/2011 (fortlaufend); PDF 1.2 MB)

 

«random access memory (zurückführen auf das Unbekannte)», Christine Zufferey 2011
Installationsansicht

 

«random access memory (zurückführen auf das Unbekannte)», Christine Zufferey 2011
Installationsansicht (Rückseite)

 

 

«TEARING DOWN, BUILDING UP»
10. November - 26. November 2011, Corner College, Zürich
Eröffnung: Donnerstag, 10. November, 19 Uhr

Eine Ausstellung mit Vanessa Billy, les frères Chapuisat, ortsofort & Christine Zufferey
Kuratiert von OPEN FIELD (ein Zusammenschluss von Isabel Münster & Aoife Rosenmeyer)


Zürich dehnt sich in Richtung Westen aus: Diverse in die Höhe spriessende Gebäude
wandeln das Stadtbild rasant. Die Konsequenz dieser Veränderungen sind zahlreiche
Baustellen, die lebendige Produktionsstätten darstellen. Sie entwickeln sich, wachsen
stetig und bieten Raum für vielfältige Möglichkeiten. Mittels der Ausstellung "Tearing
Down, Building Up" soll sowohl die tatsächliche als auch die metaphorische Barriere der
Baustelle aufgebrochen werden.

Gerahmt wird das Ausstellungsprogramm von zwei Veranstaltungen. Am Samstag den
12. November findet eine Vorführung mit zwei Filmen im Kino Xenix in Zürich statt.
Gezeigt werden "Blight" (UK, 1996, 11 min) des britischen Künstlers John Smith sowie
"En Construcción" (E, 2001, 125 min) des spanischen Regisseurs José Luis Guerín.

"Tearing Down, Building Up" wird finanziell unterstützt durch Kultur Stadt Zürich und
Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung
.


Corner College, Kochstrasse 1, 8004 Zürich
Öffnungszeiten: Do-Fr 13-19 Uhr, Sa 13-19 Uhr


  download:
Ausstellungstext «TEARING DOWN, BUILDING UP» cv Christine Zufferey PDF «random access memory (zurückführen auf das Unbekannte)», Fotoserie, Christine Zufferey 2010/2011  
  Ausstellungs-
text

cv Zufferey

random access memory
Fotoserie, 2010/2011
(PDF 1.2 MB)

 

       

 

 

Fiktion / Fiction, Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel, Christine Zufferey 2009/2010

«Fiktion / Fiction», Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel

 

 

«Fiktion / Fiction», Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel

 

 

«Fiktion / Fiction», Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel; Aufbau Mai / Juni 2010

 

 

Christine Zufferey; 'Fiktion / Fiction', Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel, 2009 / 2010

«Fiktion / Fiction», Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel (Fotomontage 2009)

 

 

Temporäre Installation an der Heuwaage Basel von Juni 2010 - Juni 2012
Offener, zweistufiger Wettbewerb / 1. Preis
Auftraggeber:
Kunstkredit Basel-Stadt

 

Fiktion/Fiction, Kunst im öffentlichen Raum, Heuwaage Basel, Christine Zufferey 2009/2010



Eine horizontale Uhr ohne Zifferblatt, und somit ohne Referenzpunkt, ist orientierungslos.
«Fiktion / Fiction» - Zeit als Konstrukt - stellt Fragen nach Wahrnehmung und Relativität von Zeit, nach Orientierung.



Hintergrund

Die goldenen Schwertzeiger einer (Kirchturm-) Uhr werden ‚gesampelt‘ und auf die ungenutzte Unterseite der
funktionalen Betonarchitektur eines Strassenviaduktes gebracht. Ein hybrides Gebilde entsteht, oszillierend
zwischen ornamentalem, historischem Design und funktionaler, nüchterner Sichtbetonarchitektur (welche in
diesem Zusammenhang auch als modernistische, fast brutalistische Architektur gelesen werden kann). Dieses
Mixen unterschiedlicher Sprachen reflektiert auch eine (schweizerische) Realität; das Nebeneinander von
historischer und zeitgenössischer Architektur.

Die Uhrzeiger in „Fiktion / Fiction“ zeigen die Realzeit an. Der Eingriff ist minimal und beschränkt sich auf die
horizontale Lage der Uhrzeiger, das Fehlen eines Zifferblattes und eine kontextuelle Verschiebung des
Instrumentes Uhr.

„Fiktion / Fiction“ eröffnet eine breite Palette von möglichen Assoziationsebenen (gleichsam auf dem Raster
der Zeitachse);


Vergangenheit
Geschichtliche Aspekte der Wahrnehmung und des Messens von Zeit klingen an; die Beobachtung der Himmels-
gestirne zur Einteilung des Tagesverlaufes im Altertum (Zeitbestimmung als interpretatorischer Vorgang des
Beobachtens von realen Vorgängen), oder die historische Dominanz der Kirchturmuhr (Religion) als Referenz-
punkt in der Ordnung von Zeit.

Gegenwart
Reflexion über die heutige Zeit als eine von Orientierungslosigkeit geprägte Zeit. Gewissheitsdefizit. Geschäftig-
keit ohne Ausrichtung, konstante Aktion/Bewegung ohne Ziel. Ein Kommentar zu den treibenden Kräften heutiger
Gesellschaft.
Halbwertszeiten städtebaulicher Visionen und Konzepte.

Zukunft / Spekulation / Fiktion
Das Verständnis, bzw. die Darstellung und Messung von Zeit sind einem ständigen Wandel unterworfen, abhängig
von Wissenstand und dem Stand technischer Entwicklung. Aus dieser Perspektive könnte man das Konzept der
Räderuhr als grundlegend ‚fiktionales‘ Konzept deklarieren, abhängig von Wissensstand, Technik und Blickwinkel
der Zeit, in welcher sie entwickelt wurde. Geschichtlich gesehen ist es interessant, dass die ersten mechanischen
Räderuhren im Mittelalter (Anfang 14. Jh) entwickelt wurden, also zurückgehen in eine Zeit, in der die Erde noch
als Mittelpunkt des Universums gesehen wurde. Interessant wäre die Frage, ob das Konzept der Uhr grundlegend
anders ausgesehen hätte, wenn die Uhr beispielsweise vor dem Hintergrund eines heliozentrischen Weltbildes
entwickelt worden wäre. Dieser Ansatz eröffnet ein Feld von Spekulationen über mögliche alternative Konzepte
von Zeitmessung und deren Auswirkung auf den Lebensalltag. Einsteins Relativitätstheorie, weitergesponnen in
Zukunftsvorstellungen/-modellen, Visionen und Spekulationen, bis hin zu eigentlicher ‚science fiction‘ /
futuristischen Ideen.


Das Projekt „Fiktion / Fiction“ funktioniert als Versuchsanordnung, als Gedankenexperiment, welches sich auf die
Lektüre des Ortes und des öffentlichen Raumes auswirkt. Der öffentliche Raum ist dabei wichtiger Mitspieler;
ohne den öffentlichen Raum, die spezifische örtliche Gegebenheit, ist das Projekt „Fiktion / Fiction“ nicht existent.
Die öffentliche Uhr als Element aus dem Vokabular des (städtischen) öffentlichen Raumes wird ‚gesampelt‘ und
erhält durch eine subtile Manipulation ganz neue Deutungsebenen.

„Fiktion / Fiction“ wirkt als Stolpermoment, als Moment der Verunsicherung im alltäglichen Ablauf. Längerfristig
kann diese Verunsicherung mittels Übersetzungsarbeit wieder interpretiert werden; „Fiktion / Fiction“ kann nach
einer gewissen Zeit auch wieder als klassische Uhr gelesen werden, wobei das gesamte Umfeld potentiell als
Referenzpunkt (Zifferblatt) dienen kann. Das Verhältnis von PassantInnen zur Uhr wird sich mit der Zeit verändern,
abhängig davon, wer die Uhr wahrnimmt und wie oft man ihr begegnet. Das ‚Lesen‘ der Uhr wird wieder zum
Übersetzungsprozess (das ‚Ableiten‘ der Zeit vom Umfeld). Die Uhr wird plötzlich als (Mess-) Instrument, als
kinetisches Objekt wahrgenommen.

„Fiktion / Fiction“ bietet eine Art Parallelwelt an, angesiedelt in einem ambivalenten Bereich zwischen Realität
und Fiktion, in welche eingestiegen werden kann. Verschiedene Spielmöglichkeiten der Vorstellung werden
angetippt, bis hin zum Extremfall; die Realität gedanklich zu kippen, bis die Uhr ‚richtig‘ funktioniert und das
Heuwaage-Viadukt zu einer Art monumentalen modernistischen Architektur wird.


Technische Angaben

Horizontale Grossuhr ohne Zifferblatt, ø 2.7 Meter. Vergoldete, schwertförmige Uhrzeiger, Motorzeigertriebwerk,
separate Funkuhr. Der Minutenzeiger bewegt sich in Minutenschritten. Die Uhr zeigt die Realzeit an.






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"VERÄSTELUNG DER KLARHEIT"

Christine Zufferey; Wettbewerb Kunst und Bau, Bezirksgebäude Dietikon 2009

 

 

Christine Zufferey; Kunst und Bau Bezirksgebäude Dietikon Hof

Christine Zufferey; Kunst und Bau Bezirksgebäude Dietikon Eingang / Vorhallen Gerichtssääle

 

Kunst und Bau Wettbewerb für das neue Bezirksgebäude Dietikon


Auftraggeber:
Hochbauamt des Kantons Zürich



Eingeladene KünstlerInnen:
Lutz / Guggisberg
Alex Hanimann
Tobias Rehberger
Beat Zoderer
Christine Zufferey


Architektur:
Andreas Senn


Die drei Perimeter Eingangshalle, Vorhalle zu den Gerichtssälen und Innenhof sollen inhaltlich mit einer Idee verklammert werden.

 

---

"Verästelung der Klarheit"

Projekteingabe Wettbewerb Kunst und Bau, Bezirksgebäude Dietikon
Christine Zufferey, 2009


Stimmung / Idee

Das Bezirksgebäude Dietikon steht in seiner klaren, markanten Architektur als zeichenhafter Monolith repräsentativ am Bahnhofsplatz.

Betritt man das Gebäude, zeigt sich nach Innen eine komplexe Verästelung der Klarheit; der Besucher betritt förmlich (physisch) ein komplexes Raster.
Integriert in das Gebäude weist der Boden eine komplizierte Verlegestruktur auf. Hauptsächlich helle, grosse Kalksteinplatten sind in einer Ordnung verlegt,
welche nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar scheint, geordnet und doch fast chaotisch wirkend, jedoch aus zwei einfachen Grundformen bestehend.
Einzelne, z.T. zufällig wirkende Formen sind in dunklerem Kalkstein hervorgehoben.

Begibt man sich weiter ins Innere des Gebäudes, begegnet man in den Vorhallen der Gerichtssäle dem selben Boden wieder. Einzelne zufällig wirkende
Formen sind anfänglich dunkel hervorgehoben, vor den Eingängen zu den Gerichtssälen, zwischen den beiden Anwaltsräumen, klärt sich die Struktur,
das Muster verdichtet sich zu einem symmetrisch angelegten Zentrum.

Bewegt man sich weiter ins Gebäude hinein, zeigt sich dem Blick im Innenhof, dem eigentlichen Herzen des Gebäudes, eine eigenartige Konstellation von
unterschiedlichen Elementen. Ein Holzsteg führt in einem willkürlich, ungeordnet, fast zufällig wirkenden Verlauf - welchem aber doch ein unsichtbares klares
Prinzip zu Grunde zu liegen scheint - durch die gesamte Länge des Innenhofes. Der Steg bewegt sich durch ein aus Kies und wilden, moosigen Pflanzen
bestehendes Feld. Bei genauem Hinsehen fallen eigenartige Objekte auf, welche ‚am Wegrand‘ liegen; ein Fliegenpilz mit einem roten Hut, eine Art Affenkopf,
und weit hinten ein Meteorit.

Dieser ‚mentale Weg‘ führt durch unkontrolliert wirkendes, wild wachsendes Gelände. Er birgt Begegnungen mit archetypischen, eigenwillig und fremdartig
erscheinenden Objekten.

Hintergrund

Die Klarheit der Architektur ästelt sich nach Innen auf; integriert in das Gebäude ist der Boden Träger eines komplexen Musters und bildet - als Bestandteil
des Gebäudes - eine Art Gegenpol zur Klarheit der äusseren Form der Architektur. Das Innenleben des Gebäudes enthält in seiner Komplexität ein Spannungs-
verhältnis von zwei unterschiedlichen Zuständen; Ordnung und Chaos.

Die Organisation von Gemeinschaft, die moderne Gesellschaft, basiert aus meiner Sicht auf ähnlichen Grundbausteinen; sie versucht, eine Balance zu
finden zwischen individueller Freiheit, einer Art ‚Unkontrolliertheit‘, und ordnender Struktur. Das Funktionieren des Systems Gesellschaft basiert auf Prinzipien
und Regeln, wobei dem Gesetz eine ordnende Rolle zukommt. Diese ordnende Rolle des Gesetzes muss immer in Wechselwirkung und Rücksprache mit der
individuellen Realität stehen. Das Gesetz stellt also gleichzeitig eine Struktur dar, welche aus der gesellschaftlichen Realität hervorgehen muss, aber auch
eine übergeordnete Funktion einnimmt, gleichsam als Folie über die gesellschaftliche Realität gelegt wird.

Diesen Gedanken versucht das Projekt ‚Verästelung der Klarheit‘ aufzunehmen. Das Penrose-Muster dient dabei als darunter / darüber liegende Folie, als
Ideenträger.

Ein Penrose-Muster ist ein Muster, welches eine Fläche lückenlos parkettieren kann, ohne dass sich dabei ein Grund-schema wiederholt. Solche Strukturen
wurden überraschenderweise bei sehr schnell abgekühlten Aluminium-Mangan-Legierungen wiedergefunden und werden dort quasikristallin genannt. Die
Materie von Quasikristallen nimmt einen Ordnungszustand zwischen amorphem, atomar nur schwach geordnetem Glas und der strengen Ordnung des
klassischen Kristalls ein.
Das Penrose-Muster weist weitere Eigenschaften auf, welche mir im Zusammenhang mit der Organisation von Gesellschaft interessant erscheinen; zwei
einfache Grundformen werden nach bestimmten Regeln zusammengesetzt, Teilbereiche können deckungsgleich sein, aber das gesamte Muster lässt sich
nicht so verschieben, dass es wieder deckungsgleich ist. Das Penrose-Muster weist des weiteren die Eigenschaft der Selbstähnlichkeit auf; in grösseren
Massstäben, d.h. bei Vergrösserung, weist es dieselben oder ähnliche Strukturen auf wie im Anfangszustand.

In der Verlegungsart der Bodenplatten im Eingangsbereich steht eher der undurchschaubar, chaotisch wirkende Aspekt des Penrose-Musters im Vordergrund.
In den Vorhallen der Gerichtssäle wird der Fokus eher auf die klaren Grundregeln des Musters, die fünffache Symmetrie, gelegt.

Im Innenhof wird nun das Muster auf eine narrativere Art und Weise interpretiert; in Form eines Weges, als Ausschnitt aus dem Penrose-Muster, wobei
hier das Muster physisch Gestalt annimmt in Form eines Holzsteges. Zusätzlich kommen drei Aluminiumskulpturen als Fremdkörper hinzu.

Die Aluminiumskulpturen sind in einem Feld von archetypischen Ideen und Vorstellungen des menschlichen Daseins und des Universums angesiedelt und
erzählen von der Geschichte des Menschen, von Instinkten, von Fremd- und Andersartigkeit, von Zufall, von der Vorstellung von Schicksal und Glück.
Und doch stehen auch die Skulpturen durch ihre Materialisation in Aluminium in einem entfernten Zusammenhang mit dem Penrose-Muster.

***


Apéro am Dienstag 23. Juni 2009, 17 - 18:30h, Einführung zu den Projekten um 17:30h, Bezirksgebäude Dietikon, Eingangshalle, Neumattstrasse 11-15, 8953 Dietikon

Ausstellung vom 4. Juni - 3. Juli 2009 im Stadthaus Dietikon, Bremgartnerstr. 22, 8953 Dietikon

 


  download:
Presseinfo Helmhaus PDF cv Christine Zufferey PDF Projekttext Kunst und Bau Dietikon cv Christine Zufferey PDF
  Präsentation 1
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Präsentation 2
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Projekttext
(104 KB)
cv Zufferey

       


"Die Gestalt der Welt hängt ab von der Art und Weise wie sie gesehen wird"

 

 

Entwürfe für 5 neue Chorfenster der spätgotischen St.Jakobskirche in Sissach, BL
Wettbewerb auf Einladung
Auftraggeber: reformierte Kirchgemeinde Sissach

 

"Die Gestalt der Welt hängt ab von der Art und Weise wie sie gesehen wird"

Christine Zufferey, Februar 2008




Licht fällt in hellen Grün- und Blautönen durch die fünf Fenster in den Chorraum der St.Jakobskirche in Sissach ein.
Das Auge schweift über eine reiche Formenwelt, über strukturierte Farbflächen, stellenweise dichter, zum Teil fast kristallin klar
und durchscheinend. Organische Struktur fächert sich hier und dort kaleidoskopartig zu ornamentalen Formen auf. Kaleidoskopartige
„Kristalle“ zeigen sich manchmal erst bei längerem Betrachten, sie betten sich unauffällig in das Bild ein. Stellenweise erinnern sie
an sakrale Formen.
Die fünf Chorfenster wirken reich und doch ruhig in ihrer reduzierten Farbigkeit.
Die Bildausschnitte lassen sich auf Satellitenbilder der Erde zurückführen, bei längerem Betrachten lässt sich die Plastizität der
Topografie heraussehen, stellenweise bleiben es abstrakte, reich strukturierte grüne und blaue Flächen. Die Fenster geben den Blick
frei auf Bilder von Erdteilen, auf Land, Gebirge, Wasser. Manchmal lässt sich die Kultivierung des Landes durch Menschenhand erkennen.

Ein Blick von Innen nach Aussen, der kreisförmig wieder zurückführt.
Ein Ausblick und gleichzeitig ein Einblick.

Dies ist die Erde. Wir sind Teil von ihr.

Projektbeschrieb

Satellitenbilder der Erde, abstrahiert und auf die beiden Farben Grün, Blau und deren Schattierungen reduziert, bilden Grundlage
meiner Entwürfe für die Chorfenster der St.Jakobskirche in Sissach. Die Bilder liegen „hinter“ den Fenstern, Ausschnitte eines
(imaginären) grösseren Ganzen sind durch die Fenster hindurch sichtbar. Stellenweise sind die Satellitenbilder kaleidoskopartig
aufgefächert, so, als ob man die Erde durch ein Kaleidoskop betrachten würde. Manchmal scheint es fast so, als ob die Kirchenfenster
selber, durch die Optik des Glases, diese kaleidoskopartigen Auffächerungen verursachen würden. Die einzelnen Fenster zeigen,
zusätzlich zum Skelett der gotischen Fenster und der Windeisen, eine unauffällige Rasterung, ähnlich Längsgraden, auf.

Die Farbigkeit der Fenster korrespondiert und harmoniert mit der Farbigkeit der umliegenden Landschaft, dem Grün der Sissacher
Hügel und dem Blau des Himmels. Die Erde ist das uns Alle Verbindende, auf der Erde begegnen wir uns, auf der Erde findet unser Leben
statt. Sie ist das Vereinende zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlicher Religionen.
Satellitenbilder der Erde bieten einen leicht verständlichen Zugang; man braucht kein spezifisches Wissen, um diese Bilder zu „verstehen“.
Es sind in gewissem Sinne objektive, nicht-religiöse Bilder. Und doch beinhalten sowohl die Satellitenbilder der Erde wie auch die
kaleidoskopartigen Vervielfältigungen etwas Spirituelles.
Dieser Blick auf die Erde ist ein Abstrakter, er scheint eher eine Idee der Welt denn die Welt selber wiederzugeben; nie sehen wir die
Erde auf diese Weise mit eigenen Augen, und doch sind uns diese Bilder seltsam vertraut.
Der Prozess des Fragmentierens, das Auflösen in Einzelteile und das Zusammenfügen zu einem neuen Ganzen, scheint mir ein sehr
zeitgenössischer Prozess zu sein. Gleichzeitig sehe ich in den kaleidoskopartigen Fragmenten und Formen eine Referenz zu gotischen
Fenstern, welche z.T. selber wie grosse Kaleidoskope wirken. Auch in der Formenwelt der gotischen Architektur und insbesondere der
Zuschnitte der Fenster lässt sich das Multiplizieren von schon vorhandenen Formen wiederentdecken.


Hintergrund

Während der Beschäftigung mit bestehenden, historischen Kirchenfenstern auf formaler und inhaltlicher Ebene schien mir klar,
dass ein zeitgenössischer Entwurf für Kirchenfenster unsere heutige Zeit, die heutige „Realität“, in irgendeiner Form reflektieren
muss. Gleichzeitig war mir klar, dass neue Glasfenster in Einklang mit der historischen Substanz der St.Jakobskirche stehen
müssen. Bevor ich überhaupt eine Bildidee zu entwickeln begann, habe ich das Glasstudio Derix in Deutschland besucht, um mich
mit den Möglichkeiten der Glasbearbeitung vertraut zu machen. Am meisen fasziniert war ich von den ältesten Techniken, welche
ausser dem eingefärbten Glas nur mit Schwarzlot (Schwarz) und Silberfarbe (Gelb) arbeiten. Auf diesem bei Derix erworbenen
technischen Hintergrundwissen aufbauend habe ich meine Bildidee entwickelt, wobei inhaltlich folgende Überlegungen eine Rolle
spielten;
Prägend für unsere Zeit scheint mir das „Globale“; Internet / digitale Technologien, Verfügbarkeit und Sichtbarkeit jedes Teils
der Erde mittels Google-Earth zu jedem Zeitpunkt und von jedem Ort aus, Mobilfunk, GPS. Die Wissenschaft dringt in immer
unsichtbarere Bereich vor, visualisiert Dinge, welche von blossem Auge nicht sichtbar sind, nicht selten sind es Modelle der
Realität, die visualisiert werden, resultierend in abstrakten, vermeintlich die Realität wiedergebenden Bildern.

So bin ich zurück zu genuinen Fragen der Kunst gelangt; was ist sichtbar, was kann sichtbar gemacht werden, warum möchten
wir Dinge sichtbar machen, uns „ein Bild“ machen, und was ist letztlich der Gewinn des Sichtbarmachens, wo können uns Bilder
hinführen, welche Funktion können Bilder haben. Fragen der Kunst, welche im Zusammenhang mit dem reformierten Glauben eine
besondere Brisanz haben.
Bilder können meiner Meinung nach - im besten Falle - Gedankenprozesse in Gang bringen und in Gang halten. Sie können als
Motor und Katalysator dienen, über Etwas nachzudenken, sich Gedanken zu machen, vielleicht gedanklich neue Wege zu gehen.
Sie können Impulse geben, anders zu sehen und somit anders und vielleicht neu zu denken. Ein visuell-geistiger Kreislauf, der
nie zu einem Ende kommt.
Ich habe versucht, mit meinen Entwürfen eine Qualität von Bildern zu erreichen, welche diesen Bedürfnissen gerecht wird;
der Blick soll schweifen können, nicht festgehalten werden, und doch soll eine gewisse Bildinformation auf inhaltlicher und formaler
Ebene inspirierend wirken, Impulse geben, vielschichtig interpretierbar sein. Die Bilder sollen weder zu eindeutig in Richtung Satelliten-
bilder, Blick auf die Erde, noch zu sehr in Richtung Abstraktion / Ornament interpretierbar sein. KirchenbesucherInnen sollen ermuntert
werden, einen anderen, neuen Blick auf sich selber zu werfen, „ins Nachdenken über sich selber genommen werden“. Ein Blick auf
die Welt vom Chorraum aus, ein Zurücktreten in reflexiver Distanz, und doch als Teil dieser Welt. Die Fenster versuchen den Raum
so zu gestalten, dass eine meditative, ruhige und doch anregende Atmosphäre entsteht. Sie sollen auf inhaltlicher wie auf formaler
Ebene zurückhaltend und inspirierend wirken.
Mein Wunsch ist, dass meine Entwürfe eine zeitgenössische Dimension in die Kirche hinein zu holen vermögen (auch auf der Ebene
der Entwicklung und des Standes zeitgenössischer Kunst), Impulse zu geben und Fragen aufzuwerfen vermögen, sich gleichzeitig
aber auch in die historische Substanz der Architektur eingliedern und - in alter Technik umgesetzt - mit dem Bestehenden in Einklang
stehen. Die Fenster sollen ein Dokument unserer heutigen Zeit sein, aber in gewisser Weise auch unabhängig der Zeit Gültigkeit haben,
zeitlos sein.


Technische Umsetzung

Die Fenster werden rein mittels eingefärbtem Glas und Schwarzlot (und ev. Silbergelb) umgesetzt und rein in den Farben Blau und
Grün und deren Schattierungen gehalten. Eingefärbtes Glas, Schwarzlot und Silbergelb gehören zu den ursprünglichsten Glasbearbeitungs-
techniken und wurden schon im Mittelalter für das Gestalten von Kirchenfenstern angewendet. Die zeitgenössische Thematik / Bildidee der
Satellitenbilder soll so, mittels alter Technik umgesetzt, den unterschiedlichen Bedürfnissen des Ortes gerecht werden.

Auf ein hellblaues Echt-Antikglas wird ein grüner Überfang aufgebracht (eine zweite, andersfarbige Glasschicht, welche beim Blasen des
hellblauen Glases in einem zweiten Schritt aufgebracht wird), wobei ein intensives, warmes Grün entsteht. Anschliessend wird diese
grüne Glasschicht stellenweise wieder weggeätzt, wobei ein feines Relief entsteht und das darunter liegende hellblaue Glas wieder zum
Vorschein kommt. Dies bildet den schlichten, grün-blauen Grund für die eigentliche, detaillierte Bildinformation, den schwarzen Siebdruck.
Schwarzlot (Schwarz) wird im Siebdruckverfahren auf das Glas aufgetragen, wobei durch die verschiedenen Grautöne Schattierungen
der Farben Grün und Blau entstehen. Grundlage des Siebdruckes bilden Graustufenbilder, ursprünglich Satellitenaufnahmen der Erde,
abstrahiert und teilweise kaleidoskopartig aufgefächert. Der Siebdruck, über den grünen und blauen Zonen aufgebracht, moduliert das
eigentliche Bild.

(technische Beratung: Glasstudio Derix, Taunusstein, Deutschland.)


  download:
Projektbeschrieb Sissach cv Christine Zufferey PDF
  Projektbeschrieb
(1.4 MB)
cv Zufferey

   

 

SWISS ART AWARDS 2007

 

Installation Christine Zufferey, Swiss Art Award 2007



Installation Swiss Art Award 2007, Christine Zufferey

Installation Swiss Art Award 2007, Christine Zufferey





o.T., 2007
Acrystal (Gips-/Acrylmischung), Karton, Acrylfarbe, Sand
ca. 5 x 2,5 x 1 m (Breite x Tiefe x Höhe)

Im Rahmen der Ausstellung Swiss Art Awards, Messehallen Basel, 12.-17. Juni 2007

 
  download: Dokumentation / cv Christine Zufferey
Dokumentation Dokumentation cv Zufferey PDF
  Dokumentation
(150 dpi)

(376 KB)
Preisträgerinnen
und Preisträger,
Swiss Art Awards

(40 KB)
cv Zufferey  
         


 

HELMHAUS ZÜRICH
29. September - 19. November 2006

CHRISTINE ZUFFEREY
BESSIE NAGER
CHANTAL HOEFS & CHRISTINE SCHÜTZ

 

Christine Zufferey; Helmhaus Zürich 2006

 

 

Christine Zufferey; Helmhaus Zürich 2006

 

 

Christine Zufferey; Helmhaus Zürich 2006

 

 

Christine Zufferey; Helmhaus Zürich 2006

 

 

 

Christine Zufferey; Helmhaus Zürich 2006

 

 

Christine Zufferey; Helmhaus Zürich 2006

 

v. oben n. unten:


o.T., 2006
Installation, ca. 10 x 11 Meter
Skulptur; Acrystal (Acryl/Gips), plastilinartige Knetmasse
Bodenmalerei; Acryl, Asphaltlack auf Baumwolle, Bühnenmaler Christian Hoffmann & Lukas Baumberger
Tapete; Acryl auf Rauhfaser
eingebauter Holzboden (Höhe 70cm) mit "Astloch" (ø 1m, Styropor, Spachtelmasse, Acryl)
gedimmte Deckenbeleuchtung
(Fotos: Mancia/Bodmer)

o.T., 2004
5 x 3,3 Meter
Sprayfarbe auf Papier

 

 

HELMHAUS ZÜRICH
29. September - 19. November 2006

CHANTAL HOEFS & CHRISTINE SCHÜTZ
BESSIE NAGER
CHRISTINE ZUFFEREY



Das Helmhaus Zürich zeigt neue, eigens für diese Ausstellung entstandene Arbeiten
von Chantal Hoefs & Christine Schütz, Bessie Nager und Christine Zufferey. Die
raumgreifende, installative Ausstellung dreht sich um Geborgenheit und Entgrenzung,
Reizüberflutung und Orientierung, um Menschen und Tiere, um grosse und kleine
Gesten.

Einen Titel hat die Ausstellung mit Arbeiten von Chantal Hoefs & Christine Schütz (*1974
und *1972), von Bessie Nager (*1962) und von Christine Zufferey (*1970) nicht. Was die
foto-malerischen Montagen, die Skulptur und die Videos von Bessie Nager, was die
Tableaux vivants, die Videos, Skulpturen, das Environment von Chantal Hoefs & Christine
Schütz, was die Zeichnung, die bühnenhafte Installation mit Skulptur und Wandtapete von
Christine Zufferey - was dies alles zusammenhält, sind gemeinsame Intentionen, verwandte
Entstehungsprozesse, ähnliche Motivwelten.

Die Arbeit der vier Künstlerinnen, die alle in Zürich leben, gründet auf einer Re-Interpretation
von gesellschaftlichen und privaten, kollektiven und individuellen, öffentlichen und privaten
Wahrnehmungen. Sie gründet auf einer Position des Beobachtens, die zugleich extern und
intern ist - die Künstlerinnen bilden sich einen Ort der Verarbeitung, vielleicht könnte man
sogar von einem Hort der Verarbeitung sprechen, und bleiben mit ihrer Arbeit gleichwohl
involviert, sie halten den Kontakt zu Realitäten, deren Bedeutungsreichtum sie durchforsten:
eine zunehmend beschleunigte Welt, deren Teile sich gleichzeitig näher kommen, wie sie
sich voneinander entfernen. Diese Widersprüche zwischen Schnell und Langsam, Nah und
Fern, Alt und Neu kollabieren in einer Wahrnehmungswirrnis - Ordnung, Orientierung, neue,
verbindliche Geschichten, an denen man sich halten könnte, wären gefragt.
Orientierungshilfen auf dieser unwägbaren, unberechenbaren Route durch die Wirrnis
können nur Konjunktiv und Instinkt, Versuch und Spürnase sein, und was schliesslich im
Ausstellungsraum zu stehen kommt, sind Möglichkeitsformen, deren tastende, prozesshafte
Entstehungsgeschichte den Arbeiten eingeschrieben ist, die aber doch über eine
entschiedene Verbindlichkeit verfügen, an die man sich halten kann.

Die Arbeiten der vier Künstlerinnen - vielleicht ist es kein Zufall, dass sie von Frauen
stammen - sprechen nicht von Gewissheiten, die Setzungen sind nicht unverrückbar. Und
doch sind sie selbstbewusst, ausgearbeitet, in einem Stadium, das ein Publikum integrierend
aufnimmt. Die Pfade, die Fäden und Fährten sind ebenso überlegt wie intuitiv aus- und
angelegt, in ihrer erzählerischen, verführerischen, ja märchenhaften Struktur entführen sie in
ihre eigenen Welten. Der Ausstellungsraum wird exemplarisch zum installativen Instrument
einer Auseinandersetzung, zur Parallelwelt, zum Gegenentwurf. Was draussen ist, bleibt
präsent und hat doch Tendenz zu entgleiten, wird transponiert in eine Eigenwelt, in die man
mehr und mehr eintaucht. Und kommt man raus, ist manches anders, ist die Wahrnehmung
verschoben - oder endlich wieder zurechtgerückt?

***

Ein Gespräch mit den Künstlerinnen, Führungen mit Isabel Zürcher und eine musikalische
Begegnung mit dem Raum - mit den Musikern Szuhwa Wu (Violine), Thomas Peter (Live-
Elektronik), Raphael Camenisch (Saxophon; Konzept) und Damian Zangger (Trompete;
Konzept, Komposition) - begleiten die Ausstellung.

Simon Maurer
Leitung Helmhaus Zürich und Kurator der Ausstellung

 

***

Eröffnung am Donnerstag, 28. September 2006, 18 Uhr
19 Uhr: Begrüssung und Information zur Ausstellung: Simon Maurer, Leitung Helmhaus Zürich

Künstlerinnengespräch am Donnerstag 2. November 2006, 18:30 Uhr
mit Chantal Hoefs & Christine Schütz, Bessie Nager, Christine Zufferey
Moderation Simon Maurer und Isabel Zürcher

Musikalische Begegnungen mit dem Raum am Samstag, 4. November 2006, 20:30 Uhr
mit Szuhwa Wu, Thomas Peter, Raphael Camenisch und Damian Zangger



Helmhaus Zürich
Limmatquai 31
8001 Zürich
Tel: +44 251 61 77
http://www.helmhaus.org

Di - So 10 - 18 Uhr
Do 10 - 20 Uhr
Mo geschlossen

 

 

 

 
Presse:
NZZ vom 30. September 2006, S. 58, "Grimaldi-Fisch und Tram-Gespenst", Philipp Meier
Tages-Anzeiger vom 3. Oktober 2006, S. 55, "Ich bin auch ein Tram: Die Kunstkobra im Museum", Feli Schindler
Kunstbulletin Nr.11, November 2006, S.69

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  Presseinfo
cv Zufferey Ausstellungstext
Dokumentation (150 dpi)
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Christine Zufferey; sunset / Plugin 2005



sunset, 2005
DVD-Installation für 1 Projektion, Farbe, Ton, 7''

Ein Sonnenuntergang am Meer.
Ein Mauszeiger versucht in Interaktion mit der Sonne zu treten.
Ein ironisch-melancholischer Versuch über die Realität des Physischen und das digitale Zeitalter.

 

Die DVD-Installation "sunset" wurde durch den Fachausschuss Audiovision und Multimedia der Kantone BS/BL
mit einem Produktionsbeitrag unterstützt

 

 

Ausstellung im [ plug.in ]
Regionale 6
27.11.05 - 01.01.06

Vernissage
26.11.05 18:00

 

 

Mit Arbeiten von Thomas Isler, Patrick Jenni, Christoph Oertli, Kilian
Rüthemann, Bruno Steiner, Céline Trouillet, Christine Zufferey.

Die gezeigten Arbeiten sind gekennzeichnet durch einen reflexiven Umgang
mit Medien und deren Technologien. Geräte werden entgegen der Gebrauchs-
anweisung verwendet, eine Videoprojektion paart sich mit Malerei zu einer
Versuchsanordnung in Sachen Farbe, Popsongs erfahren gebrochene Neu-
interpretationen, ein Mauszeiger trifft auf Widerstand und Bild- und Tonspuren
werden räumlich getrennt.

Die Jury besteht aus den drei jungen KunsthistorikerInnen Kathrin Dunst,
Raffael Dörig und Maja Wismer.

Erweiterte Öffnungszeiten während Regionale:
Mi-Do 14-18 Uhr
Fr-So 11-17 Uhr

Weitere Informationen unter: www.iplugin.org

 

[ plug.in ]
St. Alban-Rheinweg 64
CH 4052 Basel
Tel. ++41 (0) 61 283 60 50 / Fax. 51
www.iplugin.org / office@iplugin.org



 

 

 


 

Christine Zufferey; La Santa, Barcelona


Christine Zufferey, 2005, o.T. (ca. 4,3 x 3,5 Meter), Sprayfarbe auf Wand

 

 

"Brigadas al Muro"
Ausstellung in La Santa, Espacio de Experimentatión y Creación Contemporánea, 
Marina 65-67, 08005 Barcelona
www.lasanta.org

 

"BRIGADAS AL MURO is an exhibition, where artists are able to intervene directly onto the walls of the gallery.

Our starting point has been the Brigada Ramona Parra and their wall paintings in Chile between the sixties and seventies (their activity finished with the dictatorship of Pinochet). This brigade is marked by a clear social and politic preoccupation and a desire to denounce every unfair situation. Not by chance they decided to take the name from communist activist Ramona Parra, who was killed while she was participating in a national strike in 1945. Brigada Ramona Parra, composed by young workers and students related to communist left wing, wrote and painted their political opinions and established typical forms of intervention on walls in Chile. The first murals were only colourful inscriptions and writings, but with the time they became more complex. The themes were selected following a political urgency.

This is how the exhibition BRIGADAS AL MURO wants to rescue today the critical spirit and the collective work of the Ramona Parra brigadiers. For this purpose we have selected a group of artists ( who already have worked on walls) with different registers."

Curators: Gigi Riveros y Juan José Fernández.



 

 

 


 

Fluss, Strom   Kunst und Bau Projekt für das Wasser- und Elektrizitätswerk in Buchs SG
Christine Zufferey; Fluss, Strom / Buchs SG

 

 

"Fluss, Strom"
Ein Kunst und Bau Projekt mit bewegtem Licht
für das Wasser- und Elektrizitätswerk in Buchs SG

Ort: Wasser- und Elektrizitätswerk der Gemeinde Buchs, Grünaustrasse 31, 9471 Buchs SG, Innenhof
  Auftraggeber: Politische Gemeinde Buchs
  Architekten Neubau: von Ballmoos Krucker Architekten, Zürich
  Entwicklung,
Programmierung,
technische Umsetzung:
iart, Valentin Spiess
Medienkonzepte
Uferstrasse 90
4019 Basel
   
 

 

Bei Einbruch der Dämmerung zeigt sich im Innenhof des Wasser- und Elektrizitätswerk Buchs ein geheimnisvoll glitzerndes Band. Als ob von der Abendsonne auf einem verborgenen Grundwasserstrom ein Glitzern übriggeblieben wäre, wird der Innenhof in ein bläuliches, flackerndes Licht getaucht.
Die in Basel lebende Künstlerin Christine Zufferey (*1970) bespielt den Innenhof des
EW Buchs mit einer Installation aus bewegtem Licht.

 

Über eine Länge von 24 Metern erstreckt sich ein 2 Meter breites Band aus Glasbausteinen, welches als Oberlicht für das darunter befindliche Parkgeschoss dient. 96 Glasbausteine wurden - verteilt über die gesamte Länge - mit Lichtmodulen versehen, welche bei Dämmerung und in der Nacht in unregelmässigen Abständen blau glitzern. Einzelne Lichtmodule leuchten zwischen den Blauen in den Farben Rot und Grün auf.

Hier in unmittelbarer Nähe zum EW Buchs werden Bilder von Lichtspiegelungen auf ruhig und kraftvoll fliessendem Wasser wachgerufen. Ein Fluss - Wasser welches als Trinkwasser dient, Wasser aus dessen Fliessen Energie gewonnen wird, Wasser, welches ohne Unterbruch fliesst, „arbeitet“. Gleichzeitig ist das Fliessen dieses Wassers abstrakt, ein Fliessen von Licht, von Energie. Ein „Strom“ im doppelten Sinne. Farbige „Pixel“ - einzelne rote und grüne Glasbausteine - erinnern an Bildschirmpixel, oder an Datenpakete, an „Bits“. Sie erinnern an den Datenstrom, welcher vom EW Buchs über das Kabelnetz an die einzelnen Haushalte verteilt wird.Abends, wenn der Energieverbrauch in den Gebäuden in Form von elektrischem Licht sichtbar wird, fliesst hier im Innenhof des EW Buchs der Wasser-, Daten- und Energiestrom sichtbar bis in die Nacht hinein.

Eigenschaften von Energie und von Wasser, Stoffe welche keine feste Form annehmen, in Bewegung sind, werden thematisiert, inhaltlich wird auf die dynamischen Erzeugnisse des EW Buchs verwiesen. Die Bewegung, das immaterielle Glitzern des Lichts ergänzt die solide stabile Architektur des Neubaus (von Ballmoos Krucker Architekten, Zürich) mit einem dynamischen, spielerischen Aspekt.

Bei näherem Hinsehen zeigt sich ein sich aus der Menge absetzender Baustein, durch dessen klare Glasoberfläche in der abstrakten Lichtermenge plötzlich ein ganz konkretes Bild auftaucht: ein kleiner Monitor zeigt Fernsehbilder, nonstop durch das Kabelnetz zappend. Flackernd in einer andersartigen Weise, bringt er ein „Stück Welt“ hier an diesen Ort - genauso bringt das EW Buchs über das Kabelnetz ein Stück Welt in die einzelnen Wohnungen.

Verborgen und irgendwie geheimnisvoll kann hier im Innenhof des EW Buchs ein „Fluss“ entdeckt werden. Ein Ort zum Verweilen, eine Energiequelle im konkreten wie im übertragenen Sinne.

 

Kunst und Bau

Die eigenwillige Installation „Tapir (-irgendwie fremd)“ in Zürich-Affoltern für die Wohnsiedlung Stöckenacker der Architekten von Ballmoos Krucker, Zürich, war 2002 das erste Kunst und Bau Projekt, welches Christine Zufferey realisiert hat.
Die Lichtinstallation „Fluss, Strom“ für das EW Buchs ist nun ihr zweites realisiertes Kunst und Bau Projekt.

 

 

technische Umsetzung:

 


Von den rund 800 vorhandenen, in den Boden des Innenhofs eingelassenen, mattierten Glasbausteinen werden 96 von unten mit stark leuchtenden, monochromen (hauptsächlich blauen, z.T. roten, bzw. grünen) LED‘s bestrahlt. Ein zentraler, nicht sichbarer Rechner steuert anhand eines Videofilms die Helligkeit und Blinkfrequenz der einzelnen LED‘s. Der zu Grunde liegende Videofilm, welcher Reflexionen von Sonnelicht auf bewegtem Wasser wiedergibt, wurde auf eine Auflösung von 8 x 116 Pixel heruntergerechnet, so dass jeder Videopixel einem einzelnen Glasbaustein/LED entspricht und auf diesen übertragen wird. Der Ablauf der Programmierung folgt einem Loop von 16 Minuten.
Ein einzelner Glasbaustein aus Klarglas ist mit einem kleinen LCD-Fernseher versehen. Der Fernseher „zappt“ automatisch im Abstand von ein paar Sekunden durch das gesamte Kabelnetz.

 

  download: Presseinformationen / cv Christine Zufferey / Pressefotos
Presseinfo "Fluss, Strom" cv Zufferey PDF Fluss, Strom
  Presseinfo
cv Zufferey
Situation Innenhof
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view over 6 continents

Christine Zufferey and Guests: Beat Brogle, Max Philipp Schmid, Knut & Silvy

Ausstellung im Kunsthaus Baselland, Muttenz
vom 12.10. - 16.11.2003

 

 

 

 

 

 

 

v. oben n. unten:

Wandinstallation (Länge ca. 40 Meter), o. T., 2003
Holzschindeln, leuchtoranges Papier, Plakat (Offsetdruck), heruntergehängte Leuchtstoffröhren, Sand

(Foto: Viktor Kolibal)

"abgeholztes Terrain", 2003
Baumstämme, ins Holz eingelassene Leuchtstoffröhren, Styropor, Farbe, Tageszeitungen
(Foto: Viktor Kolibal)
"Rauchzeichen", 2003
DVD-Installation für zwei Projektionen ohne Ton

 

 

view over 6 continents

 Christine Zufferey and guests:
 Beat Brogle
 Max Philipp Schmid
 Knut & Silvy

 

In den insgesamt etwa 1200 qm Ausstellungsfläche des Kunsthaus Baselland werden vier neue Arbeiten der Künstlerin Christine Zufferey und eine grossflächige Videoinstallation der beiden Künstler Beat Brogle und Max Philipp Schmid vorgestellt. Die Musikband Knut & Silvy wird im Rahmen dieser Ausstellung ein experimentelles Konzert geben, welches sich explizit auf die Ausstellung bezieht.
Ursprünglich vom Kunsthaus Baselland angefragt, eine Einzelausstellung zu konzipieren, hat Christine Zufferey ihre persönliche Vernetzung innerhalb der Basler Kunst- und Musikszene zum Ausgangspunkt für ein gemeinschaftliches, spartenübergreifendes Ausstellungsprojekt genommen. Sie hat die beiden Künstler Beat Brogle und Max Philipp Schmid und die Schweizer Musikband Knut & Silvy eingeladen, an der Ausstellung teilzunehmen. Der Musikgruppe Knut & Silvy kommt innerhalb des Projektes in gewisser Weise die Funktion eines Bindeglieds zu.

Die Arbeit von Christine Zufferey ist geprägt von der Auseinandersetzung mit stimmungsgeladenen assoziationsreichen Inszenierungen, welche oftmals auf den ersten Blick fremdartig und irritierend wirken und sich doch auf eigenartige Weise selbstverständlich in die Umgebung einbetten. Dabei werden verschiedenartigste Medien auf untypische Weise miteinander kombiniert und fügen sich zu bühnenbildartigen, kulissenhaften Installationen. Ein zentrales Thema in ihrer Arbeit ist die individuelle, subjektive Wahrnehmung der Welt. Versucht wird, das Spektrum der aus dieser Begegnung resultierenden möglichen Haltungen und Emotionen - von der Euphorie, der Vision, der überrissenen Behauptung bis hin zur Gelassenheit, der distanzierten Betrachtung, der Melancholie, der Ambivalenz und Verunsicherung - zu fassen.
Die Musikband Knut & Silvy hat - auf einer Stimmungsebene - mit ihren "Soundlandschaften" Christine Zufferey oftmals bei der Entwicklung einzelner Installationen inspiriert. Christine Zufferey hat die Band über die letzten Jahre fotografisch begleitet, wobei eine Serie eigenwilliger Pressefotos entstanden ist.

Parallel hat sich seit Jahren eine fundierte Zusammenarbeit zwischen den beiden (Video-)Künstlern Beat Brogle und Max Philipp Schmid und der Band Knut & Silvy entwickelt. International viel beachtete Videoclips zu einzelnen Songs sind in Gemeinschaftsarbeit der beiden Künstler Brogle/Schmid entstanden. Bei Konzerten von Knut & Silvy mischen die beiden Künstler Videomaterial live in Form von "Visuals". Beide Videokünstler haben auch unabhängig voneinander Projekte mit Knut Jensen und Silvia Buonvicini (Knut & Silvy) realisiert.
Die Musikband Knut & Silvy pflegt seit ihrem Bestehen eine enge Verbindung zur Kunst-, Theater- und Filmszene und versteht diese spartenübergreifenden Verbindungen als reiche Inspirationsquelle und wichtigen Aspekt bei der Entwicklung ihrer Musik.

Durch diese verschiedenen Formen der Zusammenarbeit hat sich so ein Netz gebildet, welches von allen drei Seiten über die Sparten hinaus zu einem wichtigen Faktor in der Entwicklung der einzelnen Arbeiten geworden ist. Mit dem aktuellen Ausstellungsprojekt "view over 6 continents" soll dieses Netz weiter erforscht, ausgelotet, präzisiert und nach aussen sichtbar gemacht werden.

Das Konzert von Knut & Silvy in der Ausstellung (am 15. November 2003 um 21h) erforscht auf ungewöhnliche Weise direkte und indirekte Bezüge zwischen den einzelnen KünstlerInnen, ihren Arbeiten und der Musik: Das Konzert wird erst über die Übertragung mittels Radiowellen (ohne direkten Verstärker), d.h. nur über die von den AusstellungsbesucherInnen benutzten portablen Radios hörbar. Der Basler Lokalsender "Radio X" überträgt das Konzert auf 94,5 MHz. Die AusstellungsbesucherInnen können sich mit den Radios unabhängig in der Ausstellung bewegen und die einzelnen Installationen mit der Musik und untereinander in Verbindung bringen. Dabei werden Zusammenhänge und Formen der gegenseitigen Inspiration erkennbar und unmittelbar erlebbar.

view over 6 continents
Christine Zufferey and guests:
Beat Brogle
Max Philipp Schmid
Knut & Silvy

12. Oktober – 16. November 2003
«view over 6 continents, Christine Zufferey and guests» im Kunsthaus Baselland

Mittwoch, 12. November 2003, 18 H
Beat Brogle, Max Philipp Schmid, Stella Händler, Knut & Silvy, Christine Zufferey im Gespräch mit Daniel Baumann, Kunsthistoriker und freier Kurator und Albert Kuhn, freischaffender Journalist und Popkolumnist

Samstag, 15. November 2003, 21 H
Live-Radio / Knut & Silvy*
* Bringen Sie Ihr portables Radio mit
Zu diesem Anlass wird der Ausstellungskatalog präsentiert.
Der Katalog erscheint im Schwabe Verlag.

Kunsthaus Baselland
St. Jakob-Str. 170
CH-4132 Muttenz / Basel
T: +41 61 312 83 88
Öffnungszeiten: Di, Do-So 11-17h; Mi 14-20h. Mo geschlossen

 
Presse
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  Presseinfo
cv Zufferey

   


 

Tapir (-irgendwie fremd)
AmeisenbärChristine Zufferey; 'Tapir (-irgendwie fremd)', Zürich-Affoltern

 

 

"Tapir (-irgendwie fremd)"
Ein Kunst am Bau Projekt in Zürich-Affoltern

Ort: Wohnüberbauung Stöckenacker, Stöckenackerstrasse / Bodenackerstrasse, 8046 Zürich-Affoltern
  Auftraggeber: Baugenossenschaft Süd-Ost, Zürich
  Architekten: von Ballmoos Krucker Architekten, Zürich
   
Tiere: Tapir / Ameisenbär / Capybara
Eichenholz massiv, roh belassen, Höhe ca. 90 cm
Umsetzung (nach Tonmodellen):
Severin Müller, Zürich
Über die Jahre wird sich die Farbe des Holzes hin zu einem Grauton ändern, das Holz wird Risse und Spuren der Zeit aufzeigen.
  Leuchtkästen:
Prints:
je 271 x 128 cm, Tiefe der Leuchtkästen 15 cm
Fotomontagen (Fotos von dschungelartigen Landschaften, vermischt mit grafischen Elementen)
   
 

 

Fremdlinge auf den Dächern Zürich-Affoltern
Auf den Dächern über den Haupteingängen der drei neu erstellten Wohnbauten in Zürich-Affoltern sitzen scheinbar ganz selbstverständlich vor exotisch-fantastischen Hintergründen drei fremdartige Tiere und blicken uns über den Rand der Dächer hinweg lässig ins Auge.
Die in Basel lebende Künstlerin Christine Zufferey (*1970) hat für die Wohnüberbauung Stöckenacker in Zürich-Affoltern auf Auftrag der Baugenossenschaft Süd-Ost das Projekt „Tapir (-irgendwie fremd)“ realisiert.

 

Ausschnitt aus dem Jurytext:
„[...] Die Arbeit überzeugt durch ihre Frische, ihre positiv aufgeladene Stimmung und ebenfalls durch ihre unabhängige, auf sympathische Weise provokative Haltung gegenüber der Architektur.“
 

 

Ausgangslage

Die Wohnüberbauung in Zürich-Affoltern, bestehend aus 3 Neubauten (Architekten von Ballmoos Krucker, Zürich), nimmt in ihrer Bauweise durch die Anwendung der "schweren Vorfabrikation" (Plattenbau) Bezug auf die aus den 60er und 70er Jahren stammende Planung des gesamten umliegenden Quartiers. Die unterschiedlichen Anwendungen des Plattenbaus strahlen in diesem Quartier - u.a. durch den Aspekt der "Norm" - einerseits Anonymität und Biederkeit aus, andererseits leben hier Menschen aus den verschiedensten Teilen der Erde.

 

 

Projektbeschrieb

Auf den Dächern über den Eingängen stehen je ein fremdartiges Tier aus Eichenholz (Tapir, Ameisenbär und Capybara, Höhe je ca. 90 cm, Umsetzung nach Modellvorlagen: Severin Müller) und ein grossformatiges Bild in einem Leuchtkasten.
Das fremdartige, vielleicht sogar unbekannte Wesen der Tiere und die üppige dschungelartige Landschaft auf dem Bild stehen in einem Spannungsverhältnis zur nüchternen, klaren Architektur der einzelnen Gebäude. Die Individualität und Autonomie des fremden Tieres steht der Standardisierung der Fassadenelemente gegenüber. Die Architektur wird in ihrer Neutralität belassen. Sie tritt mit einem bühnenbildartigen Ensemble in einen kontrastreichen Dialog.
Die Kombination von Tier und exotischer, fantastischer Landschaft bildet eine Einheit, die auf das (noch) unbekannte Fremdartige hinweist. Die Vorstellung des Fremden wird mit einer positiven, vielversprechenden Stimmung aufgeladen, die die „Normalität“ des Ortes zu durchbrechen versucht.
Als eigenwilliges "Einzelstück" thront das Tier verblüffend selbstverständlich auf dem Dach und beobachtet Bewohner und Bewohnerinnen beim Nachhausekommen. Aus deren Sicht soll seine Präsenz unaufdringlich und, je nach Stimmungslage, immer wieder neu interpretierbar sein.

Zur Arbeit von Christine Zufferey

Die Arbeit von Christine Zufferey ist geprägt von der Auseinandersetzung mit stimmungsgeladenen assoziationsreichen Inszenierungen, welche oftmals auf den ersten Blick fremdartig und irritierend wirken und sich doch auf eigenartige Weise selbstverständlich in die Umgebung einbetten. Dabei werden verschiedenartigste Medien auf untypische Weise miteinander kombiniert und fügen sich zu bühnenbildartigen, kulissenhaften Installationen.
Die Arbeit „Tapir (-irgendwie fremd)“ in Zürich-Affoltern ist ihr erstes realisiertes Kunst am Bau Projekt.

 


Presse

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Übersicht 1
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Übersicht 2
(452 KB)
Übersicht 3
(472 KB)
Ausschnitt
Tapir

(240 KB)
Ausschnitt
Capybara

(412 KB)